[Den Himmel hat ein Krieg besetzt]

Von Günther Weisenborn


Den Himmel hat ein Krieg besetzt
mit zehn Millionen Toten.
Da musst du anstehn, Jonny,
da musst du anstehn, Billy.
Aber keiner, mein Kleiner, kommt rein … hoho!
Erst muss der Himmel ein Ende größer sein.


Das war ein Massenandrang, Mann,
von Grauen, Blauen, Braunen …
Da flucht der Sammy, Jonny,
Da flucht der Tommy, Billy,
Aber keiner, mein Kleiner, kommt rein … hoho!
Erst muss der Himmel ein Ende größer sein.


Und wer den Krieg gestiftet hat
und diese Schweinerei!
Der soll beten, Jonny!
Der soll betteln, Billy!
Aber keiner, mein Kleiner, kommt rein … hoho!
In die Hölle, in die Hölle, schmeißt das Schwein!

Aus „Bist du ein Mensch, so bist du auch verletzlich. Ein Lesebuch“ von Günther Weisenborn, herausgegeben von Carsten Ramm. Der Titel des Textes stammt vom Herausgeber.

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milliarden

der regen, immer wieder regen, nasse sachen, nasse leute, nasse flächen, nasse hunde, die sind besonders nass, das geräusch, das nieselnde geräusch, das wasser, das aus der höhe runterfällt, aus wolken, aus dunkelblauen, grauen, grauweißen, regen, der aufs wasser trifft, auf einen tiefen see, das ist nur ein kitzeln an der oberfläche, sieht super aus, weil es so viele tropfen sind, stürzen alle einzeln auf die große wasserfläche, jeden von ihnen könntest du sehen, wenn du milliarden augen hättest, für jeden tropfen eins, wasser analysiert, einzelne tropfen und der see, ein foto für jedes auftreffen an der aufgestachelten fläche, ein film für den zusammenprall von vereinzeltem wasser mit versammeltem wasser, sieht gut aus.

Aus „Testsiegerstraße“ von Markus Binder.